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Waldglas

Waldglas

gefärbtes Pottascheglas

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Warum das gerade im Trend liegt

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2026-01-28Spitze: 572026-02-26
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Wichtige Erkenntnisse

  • Als Waldglas bezeichnet man durch Eisenoxide grünlich gefärbtes Holzascheglas, das vom Hochmittelalter bis zur frühen Neuzeit (etwa vom 12.
  • Waldglas benennt auch die entsprechende Epoche der Glasgeschichte.
  • Jahrhundert ihr Ende.
  • Diese Öfen waren als Hafenofen ausgeführt, welcher die handwerkliche Herstellung von Glasartikeln erlaubte.
  • Glasherstellung Als Glasbildner wurde ein geeigneter Quarzsand angewendet, der möglichst in der Nähe der Hütte abgebaut werden konnte, z.

Als Waldglas bezeichnet man durch Eisenoxide grünlich gefärbtes Holzascheglas, das vom Hochmittelalter bis zur frühen Neuzeit (etwa vom 12. bis zum 17. Jahrhundert) nördlich der Alpen in Waldglashütten hergestellt wurde. Waldglas benennt auch die entsprechende Epoche der Glasgeschichte.

Die Waldglasherstellung fand mit dem Ansteigen der Holzpreise im 19. Jahrhundert ihr Ende. Grund dafür war der Rückgang an Waldflächen und der dadurch entstandene Mangel an Brennmaterial zum Betreiben der Schmelzöfen. Diese Öfen waren als Hafenofen ausgeführt, welcher die handwerkliche Herstellung von Glasartikeln erlaubte. Im Wald als Standort der Waldglashütten waren auch entsprechende Bäume und andere Pflanzen zum Erzeugen von Pottasche vorhanden, die als Glaswandler und Mittel zum Senken der Schmelztemperatur benutzt wurde.

Glasherstellung

Als Glasbildner wurde ein geeigneter Quarzsand angewendet, der möglichst in der Nähe der Hütte abgebaut werden konnte, z. B. in Bachbetten angeschwemmter verwitterter Taunusquarzit. Im Gegensatz zu Venedig, wo speziell weißer Sand für das „cristallo“ verwendet wurde, war es in den Waldhütten nötig, Quarzsand mit möglichst geringem Anteil von Schluff zu benutzen, der leicht zu schmelzen war. Mit dem Taunusquarzit kamen Eisenoxide ins Gemenge, welche das Glas selbst in Mengen von weniger als 0,1 Prozent grün färben.

Als Glaswandler und Mittel zum Senken der Schmelztemperatur verwendete man aus Pflanzenasche in Aschenhäusern gewonnenes Kaliumcarbonat („Pottasche“). Georgius Agricola nennt Eiche, Buche oder Fichte als ideale Pottascheträger, jedoch wurden auch Farnkraut, Melasse oder Wollwachs verwendet. Die verarbeitete Asche war dabei noch keine Pottasche im eigentlichen Sinn, sondern reine Verbrennungsasche mit allen Verunreinigungen. Die Pflanzenasche lieferte auch einen Teil des Kalks, der für die Herstellung guten Glases nötig war.

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