Holodomor
Teil der Hungersnot in der Sowjetunion in den 1930er Jahren in der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik
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Wichtige Erkenntnisse
- Der Begriff Holodomor ( ukrainisch Голодомор ‚Tötung durch Hunger‘ ; russisch Голодомор Golodomor ) steht für den Teil der Hungersnot in der Sowjetunion in den 1930er Jahren in der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik.
- Die Ukraine bemüht sich seit ihrer Unabhängigkeit im Jahr 1991 um eine internationale Anerkennung des Holodomors als Völkermord.
- International findet sie aber immer mehr Zustimmung.
- Holod (голод) bedeutet auf Ukrainisch „Hunger“.
- Die Zusammensetzung mit der Bedeutung „Hungertod“ wurde aus dem Tschechischen entlehnt, wo hladomor „Hungersnot“ (wörtlich: „Hungerpest“) bedeutet.
Der Begriff Holodomor (ukrainisch Голодомор ‚Tötung durch Hunger‘; russisch Голодомор Golodomor) steht für den Teil der Hungersnot in der Sowjetunion in den 1930er Jahren in der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik. In dieser Unionsrepublik fielen dem Hunger schätzungsweise drei bis sieben Millionen Menschen zum Opfer. Die Ukraine bemüht sich seit ihrer Unabhängigkeit im Jahr 1991 um eine internationale Anerkennung des Holodomors als Völkermord. Diese Bewertung ist umstritten und wird insbesondere von der Regierung Russlands kritisiert. International findet sie aber immer mehr Zustimmung.
Etymologie
Das Wort Holodomor setzt sich aus holod und mor zusammen. Holod (голод) bedeutet auf Ukrainisch „Hunger“. Mor leitet sich vom slawischen Verb moriti ab, das „langsames Morden“ bedeutet. Die Zusammensetzung mit der Bedeutung „Hungertod“ wurde aus dem Tschechischen entlehnt, wo hladomor „Hungersnot“ (wörtlich: „Hungerpest“) bedeutet. Der Ausdruck kann auch das aktive Herbeiführen des Hungertods implizieren, vgl. den tschechischen Ausdruck hladomorna für „Hungerturm“ (wörtlich: „Ort, wo durch Hunger getötet wird“). Es besteht kein etymologischer Zusammenhang mit dem griechischen Wort Holocaust (Begriff).
Der Begriff Holodomor tauchte erstmals in den 1960ern auf und setzte sich in den 1980ern durch.
Hintergrund und Methoden
Bereits seit der Machtübernahme der Bolschewiken hatte der Schwerpunkt der Politik des jungen Sowjetstaates auf einer Industrialisierung des Landes zulasten der Landwirte gelegen. Auf dem X. Parteitag der Kommunistischen Partei Russlands (später KPdSU) im Jahr 1921 hatte Lenin das Ziel vorgegeben:
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